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Hering, Makrele, Dorsch, Zander im Bereich Kiel

Das Angeln nach Heringen und das Spinn­angeln nach Meer­forelle, Dorsch, Horn­hecht, Zander, Barsch und Makrele vom Ufer im Bereich Kiel / Rendsburg / Eckernförde ist mein Hobby. Auch in der Saison 2022 verwende ich nur die beste Aus­rüst­ung und die besten Köder, um Meer­forelle, Makrele, Her­ing, Dorsch, Zander oder Horn­hecht in höch­ster Quali­tät auf den Teller zu bekommen. Herzlich Will­kommen auf meinen privaten Seiten.

News 27.09.2022 Diejenigen, die hier reine Angelberichte lesen möchten, müssen wieder stark sein: Ich mache heute kurzentschlossen ein paar Stunden Homeoffice. Deshalb kann ich sowohl schnell auf den Eintrag von Kuddl zurückkommen als auch dem humorvollen Wunsch von Tom, die Region Kappeln touristisch weiter zu fördern, entsprechen. Ich kann beides in einem Arbeitsgang erledigen und mein eigenes Anliegen auch noch darstellen: Modern sind heutzutage nämlich nicht mehr win-win Situationen sondern win-win-win Situationen. Wo das bei der augenblicklichen Inflation noch hinführen wird?

Quelle Kuddl:«Sage Kappeln nie Adieu ohne einen Fisch von Löh» Quelle Kuddl: «Sage Kappeln nie Adieu ohne einen Fisch von Löh»

Das Bild von den drei AAL-Schornsteinen habe ich von der Brücke «geknipst». Beim «Schlendern» im Kaibereich konnte ich die Schornsteine nicht mehr entdecken. Beim nächsten Mal.

Ein, jedenfalls für mich, interessantes Bild habe ich noch:

Kappeln: Statt aktiver Schornsteine nun ein aktiver Funkmast Kappeln: Statt aktiver Schornsteine nun ein aktiver Funkmast

Die Föh-Schornsteine, sogar das Firmenlogo, sind zu erkenen. Der Baum im Vordergrund ist der Blickteiler. Rechts neben der Bildmitte, neben dem Baum, in der hellen Lücke zwischen den Häusern, kann man einen Funkturm erahnen. Gut, ein wenig ist es ein Suchbild :-) Was gar nicht zu sehen ist, ist die Kirche im Dorf. Die steht am Standort der Aufnahme, ist quasi unsichtbar dabei. Die Natur, der Baum dominiert alles, das Räuchern konserviert die Heringe, die Digitalisierung in Form des Funkmastes ist noch nebulös, die Kirche ist gar nicht mehr zu sehen. Diese Umgebung deutet an, die Bauwerke weisen die Richtung, wie sich das Leben der Menschen und auch die Arbeitsinhalte im Laufe der Jahrhunderte an dieser Stelle verändert haben und weiter verändern und was bleibt. Für die Kirche gibt es eine Hoffnung:

Kappeln: Versorgung der Kirche auf hohem technischen Niveau per Kabel. Von oben? Kappeln: Versorgung der Kirche auf hohem technischen Niveau per Kabel. Von oben?

Mir ist bei diesem Motiv eine Textstelle aus dem alten Rocksong Radar Love von den Golden Earring, sie kommen aus dem Land der perfektionierten Matjesherstellung, in den Sinn gekommen. Dies führte zu den Impuls, auf den Auslöser zu drücken: «... sends a cable, coming in from above...». Cable kann als Leitung und Telegramm übersetzt werden :-)
Hier der Zusammenhang:
« ... When she is lonely and the longing gets too much
She sends a cable, coming in from above
Don't need no phone at all
We've got a thing that's called radar love
We've got a wave in the air ...»

Vielleicht bekommt die Kirche ihre Botschaften, anders als früher, nun in Highspeed per Kabel von oben? Man weiß es nicht. Auch die Arbeitsweise und die Erkenntnisgewinnung in Organisationen ändern sich im Zeitablauf.
Was ich mir als Spinnangler so zusammenspinne :-)
News 24.09.2022 Der ZKZ von Ostseefan steht nun auf 1. Ostseefan kann also nicht nur Lachse hier im Bereich in der Ostsee fangen. Zander fangen im Graben kann er auch!

Hier ein Auszug aus den Fang­meldungen vom 24.09.2022:

«Moin Udo!
Gestern war ich auch mal wieder los an den Graben... War allerfeinstes Wetter, Ententeich und Windstill. Ein schöner 64er Moppel durfte mit dazu noch Halbstarke und Selbstmörder.... Köder fast grösser wie der Fisch Hab nacher auf aufgehalten, trotz der Bedingungen. ZKZ +1 ZGZ +5 »

25.09.2022. Jetzt erst gelesen:
Moin Ostseefan, DICKES PETRI zu DEM 64iger! Ich war gestern Abend am Graben verabredet. Ich hatte von DEM Fang gestern Abend schon gehört. Dein 64iger war Gesprächsthema am Graben :-) und alle, mit denen in gesprochen habe, wünschten sich solchen Fisch am Haken. Ich hatte keine Angel dabei. Ich glaubte, es seien nur "Halbstarke und Selbstmörder" unterwegs. Tatsächlich waren gestern in dem Bereich, in dem ich war, nur "Selbstmörder" unterwegs. Die kleinen Zander sahen aus wie sehr große Kaulquappen.

Nach dem Gespräch war klar: Das Wasser ist mit etwa 16°C noch zu warm für Heringe, Hornhechte und Küchen-Zander. Es könnte in ein paar Wochen sehr viel besser laufen. Gleichzeitig besteht Sorge, dass die Heringe und Hornhechte in diesem Jahr nur während eines kurzen Zeitraums gefangen werden könnten.

In den letzten Wochen, auch am Graben, wurden wohl keine Fische, wie sonst, gefangen. Die Dürre und der dadurch verminderte Süsswassereinlauf in den Graben könnte dabei eine Rolle spielen? Es waren kaum Angler unterwegs. Es ist wohl ein spezielles Angeljahr.

Auf jeden Fall hast Du den Startschuss für den Fang von schönen Herbstzandern gegeben.

Wie bei dem Start eines läuferischen Wettlaufs müssen ja nicht alle gleichzeitig loslaufen, um die ersten drei Zander im Graben zu fangen. :-)
Auf das der ZKZ überläuft.
News 23.09.2022 Ich war heute Abend bei Ententeich und schließlich bei nur noch leichtem Dauerregen am Graben um Gespräche zu führen :-)
News 22.09.2022 Manchmal bin ich entgegenkommend. Heute bin ich dem Schleihering entgegengefahren. Die Fahrt ging, in Sandalen, nach Kappeln. Grüße an nobody und Tom. Wirklich ein sehr interessantes Revier. Hier nun der Bericht meiner Kurzreise nach Kappeln:

Ich fahre nur sehr selten in weiter entfernte Reviere. Ich angle aus Überzeugung gerne in meinem Nah-Bereich. Hier sind meine Möglichkeiten, die Fische sachgerecht zu versorgen, für mich am besten.

Heringe sind ein großes Thema bei mir. Nach den Meldungen von Tom und nobody wollte ich mir die Situation in Kappeln nicht nur ansehen, nein, ich wollte dort auch Heringe fangen. Ich hatte ein Motiv und war bestimmt dazu in der Lage, dort einen Hering zu fangen. Jetzt wollte ich mir die Gelegenheit verschaffen, in Kappeln Heringe zu fangen. Ich habe den weißen iMer mit­ge­nommen. Er sollte nach Möglichkeit randvoll werden. Ich machte mich auf den Weg und erreichte Kappeln etwa gegen 11 Hundert. Und, was war?

Die Klappbrücke in Kappeln über die Schlei war oben Die Klappbrücke in Kappeln über die Schlei war oben

Das war für mich eine gute Gelegenheit, um mir einen ersten Überblick über das Revier der Heringe in Kappeln zu verschaffen. Kollegen konnte ich von meinem Standort am Ufer nicht erkennen. Es waren aber Kollegen mit dem Boot unterwegs. « Ah, verstehe, die Klappbrücke wurde geöffnet, um die Kollegen mit dem Boot durchzulassen. Das nenne ich Service für Angler :-)»

Angelboot mit Anglern im Bereich der Klappbrücke in Kappeln Angelboot mit Anglern im Bereich der Klappbrücke in Kappeln

Für das Angeln in der Schlei benötigt man einen Erlaubnisschein. Der herzliche Gruß geht an Freewilli. Er kennt sich mit diesen Scheinen perfekt aus. Das wusste ich. Erwerben kann man den notwendigen Schein direkt am Kai. Dort gibt es ein gut sortiertes Angelgeschäft. Dorthin bin ich, wie man hier so sagt, stracks gegangen. « Moin, ich habe extra einen kleinen iMer (wird Eimer ausgesprochen, Udo) mitgebracht. Den wollte ich gerne mit selbstgefangenen Heringen füllen und deswegen einen Schein bei ihnen erwerben. Aber, warum sind keine Angler hier?» Ich bekam die beste, freundliche Beratung, die ich mir vorstellen konnte: «Den Schein bekommen sie hier. Heringe werden erst nachmittags gefangen. Ab etwa halb 4. Vom Boot aus werden immer Heringe gefangen. Heute ist sehr starke Strömung. Ein Angler wollte eben ein 80g Blei kaufen. Er kam mit seinem Gewicht nicht zum Grund.»

Ich erwähnte nicht, dass ich zur Heringsjagd in Kappeln meine am Canale Grande und an den Kieler Kais immer sehr erfolgreichen Bleche in 20g, 30g und 50g dabei hatte. Bleie hatte ich in 20g und 30g in der Angeltasche. ACHTZIG Gramm? So was gibt es doch gar nicht? Ist das nicht viel zu schwer? Sind die Heringe hier immer und nur am Grund zu finden? Am liebsten hätte ich sofort einen Fangversuch auf die Schleiheringe unternommen.

Nach dieser Auskunft war es klar: Ich hatte im Moment keine Gelegenheit, meinen iMer zu füllen. Nach einem herzlichen Dankeschön machte ich mich auf eine Erkundungstour. Ich hatte keine Angelsachen dabei. Die Knipse hing mir am Riemen vor dem Bauch. Ich habe mich als Tourist verkleidet. Auf Touristen schien zumindest eine Frau, sie wurde auf ihrem am Kai liegenden Boot angesprochen, nicht gut zu sprechen. Sie hat eine junge Familie niedergeschrien und verbal attakiert, wie ich es selten erlebt habe. Sie hatte mit Sicherheit Übung darin. Das konnte ich aus der Gesprächstaktik und der Wortwahl heraushören. Die junge Familie wurde in unterschiedlichen Varianten handfest beleidigt. Eine Verletzung der körperlichen Unversehrtheit wurde glaubwürdig angedroht. Das Gekeife, es konnte zu keinem Gespräch kommen, hörte erst auf als die junge Familie verstört mit den Kindern weiterging. Der nächste Tourist, der eine Frage stellte, bekam die gleiche Vorstellung.

Was lernen wir daraus? Wer als Tourist etwas wirklich abgefahrenes erleben möchte, spricht einfach die Frau auf dem Boot an und wartet ab bis die Show beginnt. Ein Wort genügt. Sonst nachhaken. Man sollte in sich gefestigt und nicht sensibel sein :-) Wer den Hamburg Dungeon überstanden hat ist gestählt genug und weiß wovon ich rede :-) Der Hamburg Dungeon liegt in der Straße Kehrwieder. In Kappeln gibt es eine Straße mit dem selben Namen: Kehrwieder. Das mal so nebenbei. Schönen Gruß an Kuddl!

Der Wind wehte aus Süd. Ich ging einfach meiner Nase nach, es ging auf die Mittagszeit zu, und was fand ich?

Diese leckeren gebratenen Heringe wurden mir als Schleiheringe verkauft Diese leckeren gebratenen Heringe wurden mir als Schleiheringe verkauft

Diese Heringe waren erstklassig! Köstlich! Frisch gebraten! Saftig! Diese Heringe in Kappeln wurden direkt neben dem Fangwasser gebraten. Für mich war dies ein besonderes Essen. Auf das Holzbesteck (ich meine jetzt nicht das Besteck im Wasser) habe ich verzichtet. Ich habe diese Heringe, wie ich es zu Hause unbeobachtet gerne mache, nach und nach mit den Fingern filetiert und jeden Bissen sehr genossen. Zuerst genoss ich die knackig knusprige, oder wie wir hier einschlägig sagen, die krosche Schwanzflossen. Dazu gab es für mich ein Brötchen. Bratkartoffeln wären auch serviert worden.

Ich war von den Heringen in Kappeln, bei Biologen als Schleihering bekannt, schon jetzt begeistert!

Im Verlauf des weiteren Heringsgenusses konnte ich einen Kollegen sehen, der am Kai seine Angel klar machte. Sozusagen Frühstücksfernsehen für mich. Ich war live dabei. « Ah, mono Schnur. Gewicht? Ah, ein Blei, kein Blech.» Genaueres konnte ich nicht erkennen.

Ich bin noch ein wenig, wie man in Kappeln sagt, geschlendert. Dabei konnte ich sehen, dass vereinzelt Kollegen ihre Fangplätze einnahmen. Es wurden vereinzelt Fachgespräche, auch über den Rügenhering, ein Kollege hat dort in dem Bereich einmal 2 Heringe gefangen, geführt. Es lagen Angeln am Kai. Sie sollten wohl die Angelplätze für die Besitzer reservieren? War es so wie in der Wiener Oper mit den Taschentüchern im Stehplatzbereich? Schon spannend, so ein Herumschlendern.

Während meines Aufenthaltes im Fangbereich, das war bis etwa 14 Uhr, wurden nach meinen Eindrücken in Kappeln keine Heringe gefangen.

Im Nachherein, jetzt beim Schreiben, schlich sich bei mir die Frage ein, ob die Kollegen in Kappeln am Kai zur Kühlung und sicheren Aufbewahrung der Heringe während des Fischzugs iMer dabei hatten? Ich konnte mich an keinen iMer erinnern. Auch meine wenigen Fotos beantworten meine Frage nicht. Es hilft nichts, ich muss noch mal nach Kappeln, um diese Frage beantworten zu können. Selbstverständlich auch, um einen Schleihering zu fangen. Kehrwieder ist ein schöner Straßenname.

Am Abend des selben Tages war ich noch an einem Kai in Kiel. Ich wollte wissen, ob der Kielhering in der Herbstversion gekommen ist. Ich habe die Angel nicht ausgepackt. Es schien mir aussichtslos zu sein, einen Hering zu fangen. Ich habe bei den Kollegen keinen Fisch, bis auf einen sehr kleinen Dorsch, gesehen. Heute habe ich bei einem Kollegen wieder ein blinkendes Licht am Heringsgewicht gesehen. Es wurde am späten Ende der Dämmerung angebracht. So wird in Norwegen Jagd auf Heilbutt gemacht. Knicklicht an die Schnur. Hörte ich von Fishfinder. Geangelt wurde mit Monoschnur. Kurze Würfe. Die Heringe wurden immer am Grund gesucht. Heute waren auch Posenangler auf der Jagd. Makrele war wohl der Zielfisch. Die Fische wurden direkt an der Kaikante erwartet.
News 21.09.2022 Ich melde eine Nullnummer. Es hat bei besten Bedingungen heute bei mir leider kein Herbsthornhecht gebissen.
Köder bei der Jagd auf einen Herbsthornhecht: Snaps und Wurmfliege Köder bei der Jagd auf einen Herbsthornhecht: Snaps und Wurmfliege
News 20.09.2022 Nicht nur in Husum wird es Herbst. Heute war ein sehr schöner, sonniger Frühherbsttag. Deshalb habe ich mir Kleingeld eingesteckt und die Sandalen angezogen. Ich wollte einen Herbsthornhecht fangen. Mit Naturköder an der Wasserkugel. Als Köder hatte ich für den äußersten Notfall sehr getrocknete Putenbruststreifen dabei. Deshalb habe ich auch ein paar Blinker eingepackt. Den ersten Hornhecht wollte ich mit einem Blinker fangen. Dann hätte ich genug geeignete Köder. Das Putenfleisch hätte ich den Kratschern zum Frass vorgeworfen :-) Das war mein Plan.

Die Fahrt zum Angelbereich war wie eine Fahrt im Urlaub. Eine enge Straße durch die schöne Herbstlandschaft, die sehr grün war. Es gab keine gelben Farben. Dass dort ein Bus auf der engen Straße fuhr? Ich bin jedenfalls rechts rangefahren und habe angehalten. Das war mir zu unübersichtlich.

Amgekommen am Angelplatz musste ich beim Aussteigen die Luft anhalten. Es war plötzlich saukallt. Damit hatte ich nicht gerechnet. Gerade noch im T-Shirt zwang mich der kalte NW in vielleicht 4 bft, der über das Wasser kam, die Jacke anzuziehen. Ich kam an einem Feld vorbei, auf dem früher Schilder dazu aufgefordert haben, Hunde dort nicht frei rumlaufen und hinkoten zu lassen, weil, hier würden schließlich wertvolle Lebensmittel angebaut. Heute stank es dort nach Gülle. Sehr.

Am kilometerlangen, menschenleeren Strand sah ich die Folgen des kräftigen NW. Wellen und die uferparalle Strömung. Im Nahbereich war starker Wasserpflanzenbewuchs. Ich wusste was auf mich zukam: Unkomfortables Angeln. Blinkern war möglich. Mein Lieblingsköder in 20g flog sehr gut. Aber es war nur wenig Strecke für einen ungestören Köderlauf. Das Blinkern habe ich schnell eingestellt und die Spule gewechselt. Für das Angeln mit Wasserkugel nutze ich lieber monofile Angelschnur. Die Wasserkugel driftete schnell. Ich musste ständig darauf achten, die Schnur möglichst aus dem Kraut zu halten. Vergnügliches Angeln ist etwas anderes. Von meinen div. Steinen konnte ich nie den Sprung eines Hornhechts sehen. Der Wind lies immer mehr nach. Kein Hornhecht wollte meinen Köder weder als Frühstück noch als Mittagessen. Ich habe mich dann werfend auf den Rückweg gemacht. Ein Kollege versuchte nun sein Glück in der Brandung. Das war schon mal eine glatte Nullnummer. 5 Minuten vor Ablauf der Parkzeit war ich am Auto.

Abends bin ich dann zum Canale Grande gefahren. Ich konnte im Vorbeifahren dort oft viele parkende Autos sehen. Ich wusste nie, ob es Kollegen auf der Jagd nach Fisch waren. Heute konnte ich es klären. Zwei Kollegen angelten im Bereich der Hochbrücke Nord auf Grund. Es waren also westenlich mehr Autos als Angler vor Ort. Auf der Südseite konnte ich Kollegen sehen, die dort auf Grund angelten. Nach ein paar Würfen habe ich meine Herings­fang­versuche aufgegeben. Es war eine Nullnummer. Der Kai war nicht weit. Ich wollte dort Eindrücke sammeln und mein Glück probieren.

Am Kai waren einige Angler. Ich kannte keinen. Es gab viel Platz. Die meisten Kollegen angelten auf Grund. Ich spürte keine Freundlichkeit. Keine Fröhlichkeit. Keine Leichtigkeit. Gruss an Eckehard, der diesen Gruß allerdings nicht mehr lesen kann. Er kommentierte das Auslaufen einer Oligarchenjacht zur Jungfernfahrt mit den Worten: «Das ist zwar ein sehr schönes Schiff. Ich hätte aber eine andere Farbe genommen!». Unvergesslich! Früher war es am Kai fröhlicher. Wir haben uns mit Handschlag begrüßt. Mein Moin verpuffte heute einfach. Kein Blick. Ich versuchte in dem schwarzen Grabenwasser Heringe zu fangen. Kein Zupfer. Plötzlich wurde ein Fang gemeldet. Es war ein Kratscher, auch als Krebs bekannt. Nicht einmal ein kleiner Dorsch wurde gefangen. Ich habe die FFZ, die Fisch Freie Zone, nach der besten Angelzeit, die Kleinhundausgehzeit begann, mit einer Nullnummer verlassen.

Ich hoffe sehr, dass ich in den nächsten Tagen einen Fang melden kann :-)
News 19.09.2022 Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich die Vogelart, die sich heute hier und vor einer Woche im Wald bei Rickling zu einem Schwarm zusammengefunden hat, leider nicht benennen kann. Ich vermute, es handelt sich um Zugvögel. Vielleicht sind es Stare? Ich wollte nach dem 15 Uhr Gewitter mein Glück am Wasser versuchen. Genauer gesagt am Canale Grande. Graben wird der Kanal ein paar Kilometer weiter westlich genannt. Ich kam fast zeitgleich mit einem Kollegen an. Zwei weitere Kollegen konnte ich neben der Fähre erkennen. Deren stationärer Angelplatz lag nicht in meiner Richtung. Ich habe heute mal meine 1,80m kurze Black Master eingesetzt. Es herrschte Ententeich. In meinem gesamten Sichtbereich gab es kein Anzeichen eines steigenden Fischs. Ich konnte keinen Ring auf dem Wasser ausmachen. Keinen. Nachdem 2 Schiffe meinen Bereich passiert hatten, konnte ich aus dem Augenwinkel etwas silbriges direkt vor meinen Füssen erkennen. Nur ganz kurz. Aber ich war mir sicher: Da war was. Ein Barsch? Ich beobachtete die Stelle und tatsächlich: Ich konnte einen kleinen Hering, etwa 8 - 10cm lang, erkennen. Er schwamm nicht. Er war kraftlos. Der kleine Hering drehte sich manchmal. Sehr langsam. Aber nicht aus eigener Kraft. Also 1 Futterfisch war mindestens an Ort und Stelle. Immerhin. Langsam wurde es interessanter. Es dämmterte. Eine Amsel suchte neben mir nach Würmern. Die blaue Stunde brach an und ich war dabei. Plötzlich konnte ich auf dem Wasser Ringe sehen. Jede Menge. Überall. Dem Kollegen, der regengerecht gekleidet war und auf dem Fahrrad unterwegs war, konnte ich den Grund für meinen Aufbruch zur besten Zeit erklären: Ich hatte Sandalen an. Petri Heil.
News 19.09.2022 To my shame, I must confess that I unfortunately cannot name the species of bird that formed a flock here today and a week ago in the forest near Rickling. I suspect they are migratory birds. Maybe they are starlings? I wanted to try my luck at the water after the 3 pm thunderstorm. More precisely, at the Grand Canal. Ditch is the name of the canal a few kilometers to the west. I arrived almost simultaneously with a colleague. Two other colleagues I could see next to the ferry. Their stationary fishing place was not in my direction. I used my 1.80m short Black Master today. It was duck pond. There was no sign of a rising fish in my entire viewing area. I could not make out a ring on the water. None. After 2 boats passed my area, I could see out of the corner of my eye something silvery right in front of my feet. Only very briefly. But I was sure: there was something. A perch? I watched the spot and indeed: I could see a small herring, about 8 - 10cm long. It did not swim. It was powerless. The small herring turned sometimes. Very slowly. But not under its own power. So 1 food fish was at least in place. After all. Slowly it became more interesting. It dawned. A blackbird searched beside me for worms. The blue hour broke and I was there. Suddenly I could see rings on the water. Lots of them. Everywhere. I was able to explain to my colleague, who was dressed for the rain and on a bicycle, the reason for my departure at prime time: I was wearing sandals. Petri Heil.
Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)
News 19.09.2022 Para mi vergüenza, debo confesar que desgraciadamente no puedo nombrar las especies de pájaros que han acudido hoy aquí y en el bosque cercano a Rickling hace una semana. Sospecho que son aves migratorias. ¿Tal vez sean estorninos? Quería probar suerte junto al agua después de la tormenta de las 3 de la tarde. En el Gran Canal, para ser exactos. El canal que se encuentra a unos kilómetros al oeste se llama zanja. Llegué casi al mismo tiempo que un colega. Pude ver a otros dos compañeros junto al ferry. Su lugar de pesca fijo no estaba en mi dirección. Hoy he utilizado mi Black Master corto de 1,80 m. Era el estanque de los patos. No había señales de ningún pez naciente en toda mi área de observación. No pude distinguir un anillo en el agua. Ninguna. Después de que dos barcos pasaran por mi zona, con el rabillo del ojo pude ver algo plateado justo delante de mis pies. Sólo muy brevemente. Pero estaba seguro: había algo allí. ¿Una percha? Observé el lugar y, efectivamente, pude distinguir un pequeño arenque de unos 8 a 10 cm de longitud. No fue nadando. Era impotente. El pequeño arenque a veces se giraba. Muy lentamente. Pero no bajo su propio poder. Así que 1 pez de comida estaba al menos en su sitio. Todavía. Poco a poco se fue haciendo más interesante. Era el atardecer. Un mirlo buscaba gusanos a mi lado. La hora azul amaneció y yo estaba allí. De repente pude ver anillos en el agua. Muchos de ellos. En todas partes. Pude explicarle a mi colega, que iba vestido para la lluvia y en bicicleta, el motivo de mi salida en hora punta: Llevaba sandalias. Petri Heil.
Traducción realizada con la versión gratuita del traductor www.DeepL.com/Translator
News 16.09.2022 Wer glaubt, hier gehe es ausschließlich um das Angeln und um Fischbilder, muss einen kleinen Moment sehr tapfer sein. Wir leben in Zeiten, in denen sich die globale Welt neu ordnet. Ich habe schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Solche Zeiten habe ich noch nicht erlebt. Selbst Papst Franziskus wird aktuell politisch und meint, dass Waffenlieferungen zur Ermöglichung der Verteidigung in Ordnung sind. In der Partei "Die Linke" wird vereinzelt die Gewissheit vertreten, das Russland das Opfer des Krieges sei. Hier prallen unvereinbare Meinungen aufeinander. Ein Fressen für Talkshows. In einem Beitrag teilt n-tv mit: Ein Auftritt des Linkspolitikers Klaus Ernst «...bringt den scheidenden ukrainischen Botschafter Andrij Melnyk auf die Palme..."wir [sik!] sturzbetrunken muss man sein, um so herumzuspinnen?", fragte Melnyk. "Russland wehrt sich? Im Ernst? Auch in Butscha und Mariupol? ... Heilige Makrele

Mir ging es hier um die Redewendung Heilige Makrele. Diese Redewendung kannte ich bisher nicht.

In den Fang­meldungen vom 14. Septmber 2022 hat Kajak-Rudi auch von seinem Fang von 2 x 5 Makrelen berichtet. Das war schon imponierend, eine solche Meldung nach langer, fischloser Zeit zu lesen. Hier die näheren Umstände: Zunächst der Fang:

©Kajak-Rudi: Makrelen aus der Kieler Innenförde, Mitte September 2022 ©Kajak-Rudi: Makrelen aus der Kieler Innenförde, Mitte September 2022

Auf dieser Tour «... gab es dann bei zwei Würfen je 5 schöne Makrelen. Glück gehabt.» Viele Kollegen fragen mich, wie macht Rudi das eigentlich? An so viel Fisch zu kommen. «... Ein Geheimnis bleibt es, wie Du sehr oft an der richtigen Stelle bist :-) Die einen munkeln, es liege an Deinem hervorragenden Fishfinder...» Bescheiden wie Kajak-Rudi ist, lüftet er in einer persönlichen Mitteilung das Geheimnis: «Das war der einzige Bereich, in dem ich bei dem starken Wind paddeln konnte.» Das dazu. Und ja, der "Green Tornado" hat erheblichen Schaden angerichtet. Ein kurzer Eindruck von dem Vorfach:
©Kajak-Rudi: Vorfach nach dem Green Tornado, dem Einschlag von 5 Makrelen ©Kajak-Rudi: Vorfach nach dem Green Tornado, dem Einschlag von 5 Makrelen

Wie man so einen Tüddel auf einem schwankenden Kajak beseitigt? Ich habe früher :-) in einem solchen Fall einfach das Vorfach gewechselt. Einmal war ein Schwarm in Reichweite. Ich hatte wegen des Green Tornados auch den unlösbaren Tüddel im Vorfach. Der Schwarm war noch da. Ich hatte aber kein Vorfach zum Wechseln dabei. Ein Kollege schenkte mir ein Vorfach und so konnte ich weiter angeln. Seit der Zeit habe ich immer ein paar Vorfächer dabei, wenn ich auf die Jagd nach Hering oder Makrele gehe. Die Vorfächer befinden sich dann nicht mehr in der Verpackung. Sie sind minutemen mäßig sofort einsatzbereit.

Auf der Jagd nach Hering war Nobody: Zuerst war er als Beobachter in Kappeln unterwegs. Dann hat er Ernst gemacht. Der folgende Bericht ist in den Fang­meldungen vom 14. September 2022 zu lesen: «...Heute mit dem Schlauchboot auf der Schlei bei Rabelsund geangelt. In 2 Stunden 108 Stck. Es waren gute Grössen dabei.»

Nach so schönen Erfolgsmeldungen bin ich auch auf die Jagd nach Heringen gegangen. In den Kieler Bereich. Kein Kollege. Keine Schuppen. Keine Stelle mit vielen Zigarettenkippen. Für mich eine glatte Nullnummer. Das kann ich.
News 12.09.2022 Heute morgen: 9°C Luft. Sonnig. Windstill in Gettorf. Wasser von etwa 20°C auf etwa 18°C gefallen. Tendenz: fallend :-) Wassertemperaturen im September 2022 am Geomar Institut. Sorry. Ich sehe gereade, der Deep Link zeigt auf die heutige Wasser­temperatur. Auf der Geomar Seite lassen sich auch die historischen Wasser­temper­aturen per Eingabe abrufen. Tolle Sache!

Bei diesen Rahmen­bedingungen musste ich, nach sehr langer Zeit, unbedingt an den Strand, um zu klären, ob die Herbst­horn­hechte sich schon zeigen. Wenn sie da sind, sieht ihre wilde Jagd so aus, wie eine wilde Jagd in einem Zeichen­trick­film dar­gestellt wird: Sprünge, den Kopf voran, aus dem Wasser, im Bogenflug, mit dem Schnabel voran, wieder eintauchen in das Wasser und das manchmal über die Länge der gesamten Sandbank. Manchmal jagen einige Hornhechte hinter- und nebeneinander. Das ist ein Schauspiel! Sehr schön anzusehen. Diese Herbst­horn­hechte sind sehr gut genährt und sie fressen weiter. Sie unterscheiden sich von den Hornhechten aus der Zeit der Rapsblüte erheblich. Wer wissen möchte, welchen Konditionsfaktor sein gefangener Hornhecht hat, Klick. Sie schmecken erheblich besser als die Mager Variante. Sie sind allerdings nicht so zahlreich, wie die Hornhechte im Frühjahr.

Heute kam ich an den Strand, war noch dabei die Angel klar zu machen, dabei sah ich schon einen sehr schönen Herbst­horn­hecht bei der Jagd. Damit hatte sich für mich dieser Fischzug bereits gelohnt. Weil diese Sichtung meine Frage beantwortet hatte. Der Sprung erfolgte weit draußen auf der Sandbank. Etwa an der Grenze des Bereichs der Wasserpflanzen. Schnell wechselte ich den schon angebrachten Alfa in 18g gegen einen Snaps in 25g aus. Der Köder musste sehr weit hinaus. Ich hoffte, das ich den 25g Snaps in etwa in den Jagdbereich des Hornhechts befördern konnte.

Je höher man steht, um so weiter wirft man. Das weiß ich genau. Deshalb stelle ich mich in einer solchen Situation gerne auf einen Stein. So bin ich 2m hoch. Oder höher. Je nach Stein. Ich finde, das ist ein toller Trick :-)

Stein bei der Jagd nach Herbsthornhechten Stein bei der Jagd nach Herbsthornhechten

Bereits der zweite Wurf in den Bereich des jagenden Hornhechts brachte einen, wie man heute wohl sagt, krassen Einschlag. Der Köder war mit einem Circlehook ausgerüstet. Leider blieb der Hornhecht nicht hängen. Solche Fehlbisse gibt es schon mal. Kein Grund zur Sorge. Ich habe es weiter versucht, einen Hornhecht zu fangen. Leider war ich später am Strand, als ich es geplant hatte. Ich hatte in einer sehr schönen Gesprächsrunde die Zeit vergessen. Es war daher schon relativ dunkel. Bei diesem Licht habe ich dann auch den zweiten Snaps verloren. Einen dritten Snaps hatte ich nicht dabei. Also habe ich kurz­ent­schlossen die heutige Jagd auf Hornhecht ab­ge­brochen. Nach etwa einer Stunde war ich wieder im Auto. Ich war gerade losgefahren, da sprang ein junger Rehbock aus dem Knick. Das Ende des Bremswegs war ganz knapp vor dem wechselnden Rehbock. Nix passiert.

Der herzliche Gruß und die Meldung «Die Herbsthornhechte sind hier», geht an Deti-One.
News 02.09.2022 Im Bereich der Enge wurden von Stadler aus Büdelsdorf 3 Barsche gefangen. Bei Ostwind. Hier die Original­fang­meld­ung:

« mal bisschen in die Enge gewatet (für nicht Ortskundige: gehört zur Obereider kurz vor dem Kanal) und drei schöne Barsche auf Wobbler geholt🙂»

Dickes Petri dafür.

Ich habe ein paar schöne Bilder eines Barschs, zu denen es eine sehr schöne Geschichte gibt. Leider ohne Happy End. Der Bericht ist vom 5.Juli 2018 auf der folgenden Seite: Zander, Hecht, Barsch, Rapfen 2018 im Graben und in der Küche. Das ist der erste und einzige Barsch, den ich bis jetzt im Graben gefangen habe. Das war Anfang Juli 2018. Mit diesen beiden Bildern möchte ich heute angeben🙂 und ein wenig Farbe in diesen Blog bringen:
Barsch aus dem Graben in meiner Küche Barsch aus dem Graben in meiner Küche


Schöner Barsch aus «dem Graben» Schöner Barsch aus «dem Graben»

Besonders interessant fand ich den Eintrag vom 1. Juli 2018 auf der Seite: «Heute hat mir Ostseefan ein youtube Video benannt, das Barsche im Bereich der Obereider zeigt. Herzlichen Dank dafür. So konnte ich mir den Zielfisch Barsch in seiner natürlichen Umgebung ansehen. Herzlichen Dank auch an Water Wolf, er drehte den Film mit den inter­essanten Einblicken in die Unter­wasser­welt der Obereider...»
News 31.08.2022 Ich nehme den Eintrag von Fishfinder im Gästebuch als Anlass, um kurz die letzte Zeit der Situation des Anglens im Bereich Kiel zu skizzieren. Wenn Fishfinder zweimal hintereinander eine Nullnummer absolviert, dann liegt eine besondere Situation vor. Er fängt sonst immer, wenn das Licht an ist :-) Irgendetwas. Genau wie Klondikecat. Und den habe ich heute interviewt:

„Dass so wenig gefangen wird, liegt wohl nicht am Hochsommer.”

Dürresommer 2022, Wasser vom Dach? Wie das Angeln in Kiel: Seit Wochen erfolglos
Dürresommer 2022, Wasser vom Dach? Wie das Angeln in Kiel: Seit Wochen erfolglos

„Letztes Jahr im Sommer begann es am 20. Juni mit dem Fang der Makrelen in Kiel. Bis etwa Mitte Juli 2021 hatte ich bereits 100 Makrelen gefangen. Dieses Jahr hingegen ... Ein Kollege war seit Juli jeden Tag von 5 - 9 Uhr und manchmal dazu noch von 15 - 18 Uhr auf der Jagd nach Makrelen. Bis etwa 10. / 12. Juli hat der Kollege 26 Makrelen gefangen. Danach lief nichts mehr”. Dass die Makrelensaison Mitte Juli hier bereits vorbei gewesen sein soll, habe ich auch von anderer Seite gehört. Den Kollegen erging es ähnlich. Es wurden kaum Fänge von Makrelen gemacht. Es hat sich herausgestellt das Stint, wie in den Vorjahren, ein sehr fängiger Makrelenköder ist. Am Anfang der Fangsaison für Makrele konnte man die Stinte günstig kaufen. Bei Knudsen. Die Angelabteilung ist zwar geschlossen. Als Tierfutter gibt es dort gefrosteten Stint zu kaufen. Der Preis für Stinte stieg im Laufe der Zeit. Stinte wurden teurer. Bis zu 4€ wurden für 100g verlangt. Zur selben Zeit wurde 1kg Stint an anderer Stelle für 4€ angeboten. Ich sage dazu: „Da muss man aufpassen wie ein Lachs.” Wattwürmer gab es früher bei Knudsen zu kaufen. Jetzt wohl nicht mehr. „Bei dieser Dürre bekommt man nicht mal Regenwürmer aus der Erde und bei 30° - 35°C setzt man sich kaum hin, um zu angeln.”

Nicht einmal Hornhechte wurden im Bereich des Kais oder im nahen Bereich des Canale Grande gut gefangen. Im letzten Jahr, und in den Vorjahren, konnte man oft in einer halben Stunde 2 Hornhechte fangen. Diese Anzahl an Hornhechten hat Klondikecat in dieser Saison am Kai insgesamt gefangen. Ähnliches wird aus dem Bereich Strande / Bülk berichtet. Dort soll im Vergleich zum Vorjahr nur etwa die Hälfte der Anzahl an Hornhechten gefangen wurden sein.

„Ich mochte nicht mehr losgehen, weil das Ergebnis ja feststand. Man fing nichts. Oft war es so, dass ich alleine unterwegs war. Ich glaubte, ich wäre der einzige Doofe, der los ist. Irgendwann habe ich es aber aufgegeben.”

Aus dem Bereich des Bahnhofs kamen Kollegen, da wurde wohl nichts gefangen, um festzustellen, dass am Kai auch nichts gefangen wurde. Viele Kollegen sind wegen der fehlenden Aussicht auf einen Fang gar nicht erst losgegangen. Die Gang, herzlichen Gruß, war am Kai nicht anzutreffen. Dort gab es ab und zu einen oder zwei touristische Grundangler, die kleine Dorsche fingen. Diese Dorsche wurden sogar zurück gesetzt. Die Hälfte der kleinen Dorsche hat den Biss beim Grundangeln nicht überlebt. Sie waren Futter für die Möwen. Die Gang angelt nicht auf Grund, wenn nur mit kleinen Dorschen zu rechnen ist. Das ist Gang-Gesetz. Es ist eigentlich NUR mit kleinen Dorschen zu rechnen.

Am Anfang der Saison war bei den Kollegen das Grundangeln auf Butt erfolgreich. Das waren die einzigen Fische, die zufriedenstellend gefangen wurden. Selten ging mal ein Wittling an den Haken. Später im Saisonverlauf wurden auch Aale gefangen. Auch auf Tauwurm.

Besteck erscheint etwa Ende der Kieler Woche. In diesem Jahr war es kaum sichtbar. Es war in tieferen Wasser­schichten unterwegs. Dies wusste Klondikecat deswegen, weil er manchmal einen 8cm Hering, das Besteck, an seinem 8cm Blinker hatte. Die kleinen Heringe haben gebissen. Es sind Raubfische!

Ich selber war kaum zu einem Fischzug los. Ich hatte mich an die Sommer mancher Vorjahre erinnert. Da war ich gerne und oft los. Leider ohne Angelerfolg. So wurde die FFZ entdeckt. Die Fisch Freie Zone. In der Zeit habe ich mir überlegt, dass es Sommerarbeiten gibt, die ich, ohne Angelerlebnisse zu versäumen, durchführen kann. Dazu gehört auf jeden Fall das Polieren der Messingköpfe der Priests. Das maschinelle Polieren mit unterschiedlichen Scheiben und Pasten macht wirklich viel Dreck und Spaß. Ich kann die Metalle vor dem Polieren in die Sonne legen. Dann sind die Metalle beim Polieren bereits vorgewärmt. Das sind ideale Bedingungen für beste Ergebnisse. Mittlerweile habe ich gelernt, wie man einen rechten Winkel bei der Anlage von Gartenwegen abstecken kann. Der Gruß geht deswegen an alle Angelkollegen, die gleichzeit Baulöwen sind: Die Drei-Vier-Fünf-Methode ermöglicht mir das Abstecken des rechten Winkels. Ja, ich habe jetzt Schnurstifte. Die haben Null Aktion :-) Solche, und andere Arbeiten kann ich in der Sommer­pause sehr gut erledigen. Ich habe dabei mittlerweile keine Sorge, dass ich beim Angeln irgendetwas verpasse.

Aus dem Bereich des Grabens, so wird der Canale Grande weiter westlich genannt, habe ich ähnliche Meldungen über den Verlauf der Angelsaison gehört. Egal ob Festland- oder Inselseite. Die Zander haben wochenlang nicht gebissen. Selbst bei Fishfinder nicht.

Die Anglerschaft, die ich kenne, verändert sich weiter. Viele werden älter. Krankheiten treten ein. Auch schwere. Ein Kollege kann nicht mehr auf der Inselseite angeln, weil er den Berg nicht mehr heraufkommt. Ein inzwischen 91jähriger Kollege angelt weiter. Ich hörte, er schläft beim Angeln vielleicht mal ein. Das macht nichts. Er ist beim Angeln dabei. Auf ihn wird aufgepasst. Sehr schön!

Die Hundstage sind vorbei. Ab sofort sind wir in der Übergangsphase zum Herbst. Das Wetter wird erträglicher. Ich merke das an mir. Ich werde agiler. Es wird zunehmend früher dunkel, Dämmerung etwa gegen 20:45Uhr, und damit wird das Wasser nicht nur zeitlich kürzer bestrahlt, es hat auch länger Zeit, im Moment bei etwa 15°C Luft, um sich abzukühlen. Salopp würde ich sagen, die saure Gurken Zeit nähert sich ihrem Ende. Damit steigt die Aussicht auf den Fang eines Fisches. Ich freue mich schon darauf, wieder mit z.B. Fishfinder oder Klondiekcat auf einen Fischzug zu gehen. Ich weiß genau, dass ich nie deren Fangergebnisse erzielen werde :-) Das kann an Kleinigkeiten liegen. Heute, im Interview mit Klondikecat, bin ich schlauer geworden:

„Da hatte ich einen Auftritt. Ich konnte im Kanal, dort gilt das BagLimit nicht, einen Dorsch nach dem anderen fangen. Mit Blinker. 36 Stück. Viele Dorsche musste ich zurück setzen. Keiner der zurückgesetzten Dorsche wurde Futter für die Möwen. Das Entfernen des Hakens ist bei einem Biss schonend möglich. Ein Kollege stand neben mir. Gruß nach Osdorf! Er warf an die Stelle, an der ich die Bisse bekam. Er hingegen bekam keinen Biss. Das lag daran, dass ich den Rollenbügel, nach dem Eintauchen des Blinkers in das Wasser, nicht geschlossen habe. Er hingegen hat dies gemacht. So fehlte ein kleines Stück, um den Köder in das Zielgebiet zu bekommen.” Es gibt juristische Sekunden und angeltechnische Sekunden :-)

Die Einträge im Fang- und Gästebuch spiegeln diese saure Gurken Zeit wider. Es gab kaum etwas zu berichten.
News 25.08.2022Angeregt durch die Fangmeldungen eines 60iger Dorschs von Kajak-Rudi habe ich mich heute auf den Weg in den Bereich des Bülker Leuchtturms begeben. Ich kannte in dem Bereich eine Stelle, an der ich früher ziemlich zuverlässig einen Dorsch für das nächste Abendsessen (gedünstet, mit Gurke Tomaten Salat und Schafskäse) fangen konnte.

Aus dem Dorsch heute wurde leider nichts. Ich hatte mich über die Wetterbedingungen des Zielbereichs nicht informiert. Hier wehte ein laues Lüftchen, was selten ist. Dort gab es frischen Ostwind, der das Wasser aufwühlte. Klar, dann ist dort auch massenhaft Kraut unterwegs. Ich erinnerte mich an sehr gute Tipps zum Anglen bei Wind im Bereich Bülk. Die Angaben sind so zuverlässig :-), dass ich die Angel gar nicht erst ausgepackt habe. Ich musste nicht befürchten, einen Dorschbiss zu versäumen. Dort läuft es bei diesem Wetter nicht.

Statt dessen habe ich zunächst ein wenig Dokumentation betrieben:

Der Bereich Bülker Leuchtturm ist nun nur noch über diese Fahrradstraße zu erreichen.

Fahrradstraße zum Bülker Leuchtturm
Fahrradstraße zum Bülker Leuchtturm

Der Bereich, den ich als Bülker Huk beschrieben habe, hat eine Parkregelung, die bis 22 Uhr gilt. Kleingeld zu haben ist manchmal vorteilhaft.

Die Wiesen im Bereich der Bülker Huk wurden von der Gemeinde Strande gekauft. Sie sollen renaturiert werden. Dies erfolgt in Zusammen­arbeit mit der
Arche Wader. Einen ersten Eindruck über die dort nun anzutrefenden Rinder hatte ich heute:

Renaturierung im Bereich Strande mit Hilfe der Arche Wader
Renaturierung im Bereich Strande mit Hilfe der Arche Wader

Wichtige Information in eigener Sache: Das wärmende Lagerfeuer unterstützt die Arche Wader. Herzlichen Dank an alle Leser dieser Seite. Ihr helft mit, dass es dort so aussieht, wie es aussieht. Biologisch.
News 22.08.2022 Das Thünen-Instituts für Fischereiökologie in Bremerhaven hat nun festgestellt: «Die geringen Mengen von Mikroplastik, die von Fischen in der Nord- und Ostsee aufgenommen werden, führen nach heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu keinen Beeinträchtigungen der Fischgesundheit und stellen kein Gesundheitsrisiko für Verbraucher dar.»
News 22.08.2022 Die beiden Bilder sehen unspektakulär und langweilig aus. Sie zeigen Teile des Tiessenkais während eines heißen Sommertages Mitte August 2022 gegen 21 Uhr. Viele Kollegen kennen den oft sehr lebendigen Tiessenkai von der Suche nach einem Meter Angelplatz während der Heringssaison: Gedränge. Spaziergänger. Touristen. Einheimische. Betriebssamkeit. Musik. Laute Gespräche. Lautes Lachen. Gepöbel. Flitzende Hunde. Heute war davon am Tiessnkai nichts vorhanden. Der Kai lag wie ausgestorben vor mir. Seht selbst:
Tiessenkai am 16.08.2022 gegen 21 Uhr: Blick auf den sog. weißen Poller
Tiessenkai am 16.08.2022 gegen 21 Uhr: Blick auf den sog. weißen Poller

Bei dem sog. weißen Poller handelt es sich um den gelben, östlichen Poller. Der sog. weiße Poller hat eine lange Geschichte, die hier jeder Angler kennt.

In der Bildmitte, auf dem Ostufer, ist das Gelände des neuen Küstenkraftwerks zu erahnen. Dieses neue Gas­kraft­werk stellt für den Kieler Bereich Strom und Fernwärme her. Das bisherige Kraftwerk, es wurde mit Steinkohle betrieben, wird zurückgebaut. Etwa in dem Bereich liegt der Ölberg. Dort wurde früher in großen, unterirdischen Tanks, Öl gelagert. Der Bereich der Berge ist Meerforellenrevier.

Der Ort Strande liegt nicht weit entfernt. Der Bereich ist ebenfalls ein Fanggebiet für Meerforellen. Ja, auch Heringe und Makrelen werden dort gefangen.

Aus Strande kommt ein Politiker, der nicht irgendwer ist, sondern der aktuell empfielt, die Nordstream 2 Pipeline in Betrieb zu nehmen, um die Gasspeicher bis zum Winter zu füllen. Dann könnte auch das auf dem Bild zu sehende Küstenkraftwerk im kältesten Winter Strom und Wärme liefern. Das sei vernünftig.

Seine Partei, eine Partei der Mitte, deren Abkürzung früher scherzhaft auch mit Fast Drei Prozent übersetzt wurde, stellt er damit auf eine Stufe der Parteien Ausländer für Deutschland und Die Linke. Damit ist die Meinung der Mitte verlassen. Es wurde laut in das Sommerloch gebrüllt. So laut, das selbst ich es gehört habe.

Vergessen darf man bei diesem Vorschlag nicht, das er absurd ist. Die Technik für Gaslieferungen steht seit Jahren. Das Betreiberland der Pipeline Norstream 1 ist erfolgreich im Weltraum unterwegs. Es behrrscht die Kernspaltung. Es hat Hyperschallraketen. Das Betreiberland beherrscht all diese Techniken. Nicht die Technik verhindert das Strömen des Gases.

Es ist kein technisches Problem, einen Schalter auf Go zu stellen. Allein der politische Wille, und zwar genau der von Bloodymir, kann das Strömen des Gases verhindern.

Solche Meinungen zeigen mir, wie wenig ausgeprägt die Analysefähigkeiten mancher Politiker sind. Erwähnte ich mein gutes Gedächnis? Ich werde mich bei der Kreuzvergabe an diese Ansicht erinnern. Wenn aus solchen Fehlanalysen Handlungen abgeleitet werden, kann da nichts angemessenes herauskommen. Ja, immer aufpassen wie ein Lachs!

Ich habe übrigens meine «Aktion Eichhörnchen» (fast) abgeschlossen. Ich hoffe, gut über diesen Winter zu kommen.

Tiessenkai am 16.08.2022 gegen 21 Uhr: Blick auf den Scheerhafen und die Schleusenkammern
Tiessenkai am 16.08.2022 gegen 21 Uhr: Blick auf den Scheerhafen und die Schleusenkammern

Unter diesen Bedingungen konnte ich optimistisch auf die Jagd nach Makrele gehen. Keine Kollegen? Das vermindert die Anzahl der Köder im Wasser. Wenn ich die Fliegen meines Heringspaternosters als Futter anbiete, werden das die einzigen Köder sein. Das ist gut für mich. Lächelnd machte ich die ersten Würfe. Ich habe mich darüber gewundert, dass ich nur selten kleine, leicht zu lösende Hänger hatte. Das war früher anderes. Mann, was habe ich hier schon alles gedrillt und an Ködern verloren. Vielleicht liegt es daran, dass die kleine Schleuse schon länger nicht in Betrieb ist?

Da! Da hatte ich wieder einen solchen kleinen Hänger? Sanft anziehen. Joh, das reichte, um loszukommen. Was ist das? Es zuppelt? Nee, doch nicht. Noch mal leicht anziehen. Ja, es zuppelte nun spürbar und nicht zu knapp. Welcher Fisch hängt? Meine Schnellanalyse brachte mich schnell zu dem Ergebnis: Es muss sich um eine agile Makrele handeln. Meine Freude war groß. Ein Hering hätte nicht diese Kraft. Ein größerer Dorsch schon. Der hätte aber auch mal Richtung Grund gezogen. Ich war froh, dass ich meine kleine Rolle im Einsatz hatte. Ich konnte nicht unbeabsichtigt zu schnell einkurbeln. Das kräftige Zuppeln hielt an. Der Fisch kam immer näher heran. Er war dann im Bereich der Kaikannte. Ich konnte den Fisch sehen. Er war Silber, dunkel, etwa 30cm lang. Ja, das war eine Makrele. Genau, w a r. Die Makrele löste sich leider von der Heringsfliege. Ich konnte die Makrele leider nicht herausheben. Was für ein Mist! Mir war klar: Hätte ich den vermuteten Hänger nicht saft gelöst sondern kräftig angeschlagen, wie es sich für einen Angler gehört, wäre ich erfolgreicher Fänger einer Makrele in Kiel geworden. Na ja. Sowas kann ich.

Schnell wieder auswerfen. Ein paar Versuche brachten keinen neuen Biss einer Makrele. Die Makrele war wohl als Einzelfisch unterwegs oder der Makrelenschwarm war weitergezogen.

Den weiteren Biss, den ich dann bekam, identifizierte ich als sehr kleinen Dorsch. Ein solcher war es auch. Ich hatte plötzlich frischen Dorschgeruch in der Nase. Für mich war das schon was besonderes. Der Geruch hielt noch eine Weile an. Der kleine Dorsch hatte «vorbildlich» gebissen. Das Lösen des Hakens, den Fisch nicht fest drücken, war einfach. So konnte der etwa 10cm lange Dorsch nach seinem Schock in der Abendstunde weiter schwimmen.
News 10.08.2022 Wir haben im Moment einen herrlich strahlenden Mond. Die Perseiden habe ich noch nicht gesehen. Solche Bedingungen lassen Fishfinder nicht unbeeindruckt. Er muss dann los. So auch aktuell. Und, er war wieder erfolgreich! Dickes Petri, Fishfinder. Hier zeigt er uns seinen Fang:

© 2022 Fishfinder 62iger Zander, wohl aus dem Rotlichtbezirk des Grabens
© 2022 Fishfinder 62iger Zander, wohl aus dem Rotlichtbezirk des Grabens

Hier ein paar Einzelheiten zu dem Zanderfang vom 8. August 2022: "... wie angekündigt noch an den NOK auf Zetties. War nicht viel los am Wasser und relativ viel Kraut trieb rum. Trotzdem ausgeharrt und den Wobbler gebadet. Geduld zahlt sich aus. Einen Kleinen 40iger der wieder schwimmt und einen schönen Küchenzander von genau 62 cm...".

Es hat bei mir ein wenig gedauert, bis ich die näheren Umstände, unter denen das Foto entstanden ist, erkennen konnte. Es stimmte nichts mit dem üblichen Fangplatz überein. Den Grund kenne ich nun: An dem üblichen Fangplatz wurden Bauarbeiten durchgeführt. Das rote Licht? Ganz einfach: Es handelt sich dabei um das Rotlicht der Kopflampe von Fishfinder. Ich finde, das Bild hat dadurch etwas sehr künstlerisches, sehr interessantes bekommen. Ein guter Fotograf muss auch das Einfache interessant darstellen können. Das ist hier ausgezeichnet gelungen. Obwohl, der Zanderfang im Graben einfach? Gruß an Kajak-Rudi. Der Zander ist im Mittelpunkt des Bildes. Für einen solchen Fang gehen wir alle los. Aber das Bild enthält viel mehr. Es verlangt nach Aufklärung. Die Sinne sind herausfordert. Was ist da los? Die weiße Farbe, der Schatten des Fotografen, der im Jagdfieber fotografierte, der schlanke Teil des Zanders bildet perfekt den Querstrich des As. Kultur, Beton und Natur sind vereint. Der Mensch an der Grenze der Zivilisation zur Natur. Auf der Jagd. Ich finde, es ist ein außergewöhnliches, ein sehr schönes Bild geworden. Das mal auf die Schnelle. Der herzliche Dank geht an Fishfinder erstens für seinen Eintrag und zweitens dafür, dass ich das sehr schöne Foto hier zeigen darf.


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