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Freizeitfischerei Vorschlag zum Unwort des Jahres 2024

Doch doch, ich bin weiter am Ball. Ich mache es wie mein Zweitbester Freund, mein Agrarminister Özdemir, ich sammle zunächst Informationen. Hier habe ich wieder eine schöne, gleichgesinnte Quelle gefunden: Ich finde, das Wort Forschungsbergwerk ist nicht ganz so verwerflich wie das Wort Freizeitfischer.


Entwurf in Arbeit (Dorsch ist Fisch des Jahres 2024) Abgabetermin ist 31.12.2024 deshalb arbeite ich an diesem Thema mit niedriger Prioritär.

Alter Dummkopf, Schwaneberg, 01.03.2024 23:20:30
Hallo, fischologe, Wie jetze, der untermaßige Dorsch schwimmt wieder? Und was macht der andere? Grüße aus der Börde an die Förde!P.S.

Kommentar vom 02.03.2024 06:15:47 Hallo Alter Dummkopf, ich übernehme mal :-) Du bist nun für uns alle das beste Beispiel dafür, wie das Wort Freizeitfischer wirkt. Nämlich schädlich.

In vielen Schlagzeilen und Berichten wird behauptet, dass Freizeitfischer keine Dorsche entnehmen dürfen. Dabei wird vergessen zu erwähnen, dass nur Boots- und Kutterangler sog. Freizeitfischer sind.

Alle anderen Angler, das sind Menschen die mit einer Angelrute den Fischfang ausüben, sind nicht das selbe wie Freizeitfischer. Diese Behauptung gilt nur im Kreuzworträtsel straffrei.

https://www.bfn.de/freizeitfischerei

Die Grenzen des SeeFischG und damit die EU-Regelung beginnen / enden an der Uferlinie.

Grüße von Udo von der Förde in die Börde
P.S. Originalton Institut OF Rostock: "... Die Fischerei spielt für die weitere Entwicklung des Dorschbestandes keine nennenswerte Rolle mehr – egal, ob die Fangmengen 100, 300 oder 500 Tonnen betragen. ..." Stand 10/2023 Quelle: https://www.thuenen.de/de/fachinstitute/ostseefischerei/service/detail/fangmengen-fuer-die-ostsee-situation-bleibt-2024-angespannt letzter Absatz vor Ansprechperson Grüße an alle, die sich als Freizeitfischer fühlen, aber gar keine sind. Dickes Petri an alle Angler, an meine Kollegen

P.S.S: Nach dieser quasi wissenschaftlichen Aussage müßte das Dorschfangverbot rechtlich sofort ausgesetzt werden. Die sachliche Grundlage auf Datenbasis hat sich entscheidend geändert.

Nebenbei: Maßige Dorsche werden hier sehr selten gefangen. Petri fischologe zu Deinem Dorschfang und lass Dir auf keinen Fall den Appetit verderben. Lass ihn Dir doppelt, gut und sehr gut, schmecken :-)


ich werfe gerade einen kleinen Blick in die faszinierende Welt der Sprache, der Begriffe und der Wirklichkeit und kann für meine kleine Welt erleben und erkennen, wie Sprache die Bereiche Politik, Medien, Entscheidungen, den Dorschbestand der westlichen Ostsee und sogar meinen Alltag und den von vielen Angelkollegen an den Küsten der Ostsee unsachgemäß beeinflussen kann.

Anlaß für die Einreichung dieses Vorschlages war das Unwort des Jahres 2024 Remigration und die Reaktion der Bürgermeisterin von Rostock: Dort wurde eine Stellenausschreibung mit dem Titel „...Sachberarbeiter*in für die Remigration gesucht...“ geschaltet. Nach anfänglichem Widerstand, das Wort hätte schließlich seit Jahren eine wissenschaftliche Basis, wurde der Sprachgebrauch in Rostock geändert. Dieser Vorgang und die Entwicklung zu dem neuen Sprachgebrauch hat mir sehr gut gefallen!

ich hatte mich getäuscht: Stand 16.02.2024: Ich bin beruhigt. Die Umbenennung des Referates Remigration in Rostock ist noch nicht erfolgt. Erst mal einen Arbeitskreis bilden. Oder einen Ausschuß. Alles andere hätte mich auch gewundert.

Zufällig wird das Wort Freizeitfischerei maßgeblich in Rostock von dem Thünen-Institut für Ostseefischerei gepflegt, geprägt und anhaltend undifferenziert in die Medien, Wissenschaft und Politik gegeben und gepflegt. Das Wort ist gesellschaftsfähig geworden. Es geht leicht über die Lippen und vereinfacht jedes Gespräch am Tisch mit Tee und Plätzchen. Das Wort Frei­zeit­fischer­ei vereinfacht und verschleiert die Wirklichkeit. Dies führt zu einer rechtlich unsachgemäßen Diskriminierung aller Uferangler. Und nicht nur das ...

Uferangler befinden sich mit beiden Beinen auf dem Ufer. Sie haben keinen Kontakt mit dem Wasser. Sonst gibt es nasse Füsse. Uferangler agieren nicht im Geltungsbereich des SeeFischG. Das Fangverbot für Dorsche gilt für Freizeitfischer. Nicht für Uferangler.

Deutlich läßt sich dies auf dem Bild des ICES erkennen. Dort ist kein Uferangler abgebildet. Uferangler gehören sichtbar nicht zur Gruppe der Freizeitfischer. Letzer Abruf: 12.02.2024, 8:00Uhr

https://www.ices.dk/news-and-events/news-archive/news/Pages/RecreationalFisheries.aspx
Quelle: https://www.ices.dk/news-and-events/news-archive/news/Pages/RecreationalFisheries.aspx Letzer Abruf: 12.02.2024, 8:00Uhr

Auf dem Bild sind Freizeitfischer zu sehen. Einen Uferangler kann ich nicht entdecken. Uferangler sind danach keine Freizeitfischer. Diese Botschaft des ICES sagt mehr als 1000 Worte. Das Bild ist eindeutig.

Gesetz zur Regelung der Seefischerei und zur Durchführung des Fischer­eirechts der Europäischen Union (Seefischereigesetz - SeeFischG) (Entwurf mit Absichten: https://dserver.bundestag.de/brd/2021/0004-21.pdf / Gesetzestext: https://www.gesetze-im-internet.de/seefischg/SeeFischG.pdf)

§ 1a Begriffsbestimmungen

(1) Seefischerei übt aus, wer auf See erwerbsmäßig Fische fängt, zu fangen versucht, an Bord nimmt, aus Meeres­aquakultur oder in anderer Weise gewinnt. Die landseitige Grenze der Seefischerei verläuft wie die Grenze der Seefahrt nach § 1 der Flaggen­rechts­ver­ord­nung.

(1a) Freizeitfischerei übt aus, wer nicht erwerbsmäßig im Rahmen der Frei­zeit­gestaltung Fische fängt.

FlaggenrechtsVO

§ 1

Als Grenzen der Seefahrt im Sinne des § 1 der Flaggen­rechts­gesetzes werden bestimmt:
1. die Festland- und Inselküstenlinie bei mittlerem Hochwasser,
2. die seewärtige Begrenzung der Binnenwasserstraßen,
3. bei an der Küste gelegenen Häfen die Verbindungslinie der Molenköpfe und
4. bei Mündungen von Flüssen, die keine Binnenwasserstraßen sind, die Verbindungslinie der äußeren Uferausläufe.

Nach diesen Regelungen müßte das Angeln und die Entnahme von Dorschen im gesamten Nord-Ostsee Kanal (Binnengewässer) nach Maßgabe der BiFVO, erlaubt sein. Das gilt auch für die Schwentinemündung, auf der Schlei und auf der Trave. Die Locals in Kiel kennen die seewärtige Begrenzung der Binnenwasserstraße NOK. Das ist die Verbindungslinie zwischen den Leuchtfeuern.

Uferangler sind keine Freizeitfischer i.S. des SeeFischG. Auch sonst nicht. Sie sind Uferangler.

Stand 29.02.2024: Neusprech, Schöne Worte Gesetze

Stand 17.02.2024: Das Thünen Institut definiert Freizeitfischer wie folgt: ...Neben den Anglern, die zu den Freizeitfischern gehören, was sich aus der Überschrift ergibt, gibt es die Gruppe der Freizeitfischer, die mit kommerziellen Fanggeräten auf Fischfang gehen dürfen...

Stand 17.02.2024: In einer Studie soll das Angeln in Deutschland untersucht werden. Da es kein Verzeichnis von Anglerinnen und Anglern gibt, können Daten aus der Freizeitfischerei in Deutschland nur im Rahmen von repräsentativen Bevölkerungsbefragungen erhoben werden.

Der Begriff Freizeitfischer wird institutsintern nicht einheitlich verwendet. Der Begriff unterliegt damit einer Unschärfenrelation, wie sie sonst nur in der Quantenphysik vorhanden ist. Das ist keine zielführende exakte Wissenschaft. Das Denken kann durch unscharfe Begriffe beeinträchtigt sein. Das ist gottgewollt. Der Ursprung ist bereits im 1. Buch Mose; 11,1 bis 11,9 beschrieben.



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freizeitfischer_unwort.htm © 2011/2024 udo krummrey gettorf Stand: 23.01.2024