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Wasserkugel bei der Jagd auf Hornhecht, Makrele und Stint in Kiel

Die hier abgebildeten Wasserkugeln habe ich am Strand ge­funden

Wenn ich schnell eine Wasserkugel benötige, kann ich sie in Kiel kaufen, dachte ich bisher immer. Es handelt sich um ein einfaches, oft verwendetes Produkt.

Die hier im Sommer 2015 angebotenen Wasserkugeln sind nach meiner Einschätzung ihr Geld nicht wert. Ich war enttäuscht über die Untauglichkleit in der Praxis. Jeder Wurf lockerte den Verschluss konstruktions­bedingt ein wenig. Ich mußte immer wieder Wasser nach­füllen. Das war wegen der Konstruktion nur schwer möglich. Ich setze diese Wasserkugeln nicht mehr ein.

Eine über­raschende Alternative zur Verwendung einer Wasserkugel teilte Fisch mit Knochen in einer Fangmeldung von Hornhecht im Juni 2016 mit: Er hat statt einer Wasserkugel ein leeres Über­raschungs­ei als Wurfgewicht genutzt :-)

Wasserkugeln gibt es in kräftigen, leuchtenden Farben. So wie hier gezeigt. Eine Wasserkugel kann auch klar und durch­sichtig sein. Gelb ist nicht soo meine Farbe. Ich verliere schnell den Sichtkontakt. Rote Wasserkugeln kann ich tags sehr gut erkennen. Weiße Wasser­kugeln lassen sich in der Dämmerung und im Dunklen sehr gut erkennen. Ein rot / weiße Wasserkugel kann ich so ins Wasser bringen, dass tags rot oben ist und nachts weiß :-)

Ich glaube, dass sich die Fische nicht an der Farbe der Wasserkugel stören. Die Farbe spielt wohl keine Rolle für einen Biss auf den Köder. Die Farbe der Wasserkugel übt auf Makrele und Hornhecht wohl keine Scheuch­wirkung aus.

In der Saison 2016 konnte ich oft grell grüne Wasserkugeln sehen. Diese Wasserkugeln sind auf dem Wasser wirklich sehr gut zu erkennen. Angespülte Wasserkugeln aus der Kieler Förde
Angespülte Wasserkugeln aus der Kieler Förde

Die Wasserkugel, daher wohl der Name, wird mit Wasser befüllt:-) Durch das Wasser bekommt die Wasserkugel Gewicht. Das ist wichtig, um den Köder damit weit werfen zu können. Zum anderen wird durch die eingefüllte Menge des Wassers auch der Schwebe- oder Schwimmzustand der Wasserkugel bestimmt. Gefüllt mit «viel» Wasser «schwebt» die Wasserkugel im Wasser und bietet dem Fisch, der auf den Köder beißt, weniger Widerstand als eine Wasserkugel, die mit weniger Wasser gefüllt ist.

Mit Hilfe einer Wasserkugel kann ich einen leichten Köder (weit) werfen. Es kann sich dabei um Fliegen, einen leichten Spinner, Wobbler, Blinker, Fischfetzen oder des Anglers besten Freund, den Wurm, handeln.

Eine Wasserkugel wird hier in Kiel an der Küste nach meinen Beobachtungen fast ausschließlich bei der Jagd nach Hornhecht und Makrele vom Ufer verwendet. Seltener sehe ich eine Wasserkugel bei der Jagd nach Meerforelle vom Ufer. Ich nutze eine Wasserkugel bei der Jagd nach Stint in Kanal.

Eine Wasserkugel wird hier in Kiel von Bülk über den Sartorikai am Sellspeicher, weiter über die Hörn und die Schraube, am Kraftwerk vorbei bis in die Flachwasserbereiche bei Kitzeberg und Heikendorf verwendet, um einen Fischfetzen zum Fang eines Hornhechts oder einer Makrele in das Wasser zu bringen.

Ich bevorzuge eine Wasserkugel, bei der sich das Vorfach durch die Wasserkugel fädeln lässt. Das Vorfach wird mit einem Stab festgesteckt. Auf diese Weise kann ich die Länge des Vorfachs, das sich unter Wasser befinden soll, innerhalb gewisser Grenzen leicht einstellen.

Mit einer sog. Durchlaufmontage, auf die Hauptschnur kommt ein Stopperknoten, kann ein Köder in jeder gewünschten Wasserfiefe angeboten werden. Auch am Grund. Bei der Durchlaufmontage muss das Vorfach ein bestimmtes Gewicht aufweisen.

Das Vorfach an der Wasserkugel muss nicht beschwert sein. Das Vorfach treibt dann zunächst mit dem / den Köder /n im Wasser und sinkt langsam ab. Manchmal interessieren sich Möwen für den sichtbaren Köder am sinkenden Vorfach. Ich reiße dann die Arme hoch. Das hat bisher die Möwen immer verscheucht.

Manchmal wird die Wasserkugel direkt von einem Hornhecht angegriffen. SEHR HEFTIG UND LANGE.

Ich höre gelegentlich, dass Vorfach an der Wasserkugel müsse 1,85m oder 1,20m oder 2,50m lang sein. Dies sei jeweils die ideale Tiefe zum Fang von Hornhecht und Makrele. Um auf diese Tiefen zu kommen, beschwere ich das Vorfach mit Bleischrot. Andere Kollegen meinen, die Länge des Vorfachs spiele keine Rolle, solange sich ein frischer, für Hornhecht und Makrele gut riechender, Köder am Haken befinde.

Die rot / weiße Wasserkugel, die oben rechts im Bild zu sehen ist, verwende ich sehr gerne.

Bei einem Einsatz bei der Jagd auf Hornhecht in der Saison 2016 konnte ich mit einer sehr kleinen Wasserkugel, mit der ich das Vorfach ausgeworfen habe, keinen Hornhecht fangen. Fishfinder, ich stand direkt neben ihm, hat mit einem durchsichtigen 15g Sbirolino 10 Hornhechte fangen können. Die Hornhechte wurden wohl von dem Sbirolino angelockt. Ich hatte die sehr kleine Wasserkugel in der Strömung driften lassen. Fishfinder hat seine Montage ab und zu sehr schnell eingeholt.

Viele Kollegen und ich nun auch meinen, dass Fischfetzen, mit einer Wasserkugel (oder Sbirolino oder Wurfholz) angeboten, die erfolgreichste Methode darstellt, um Makrele und Hornhecht nicht nur in Kiel zu fangen.

Wer den Spöket kennt, weiß, dass dieser Wobbler Geräusche erzeugt. Deshalb soll er besonders fängig sein. Es ist auch möglich, kleine Kugeln in die Wasserkugel zu füllen. Angeln mit der Wasserkugel und Spöket-Effekt :-)

Verschiebbarer Stopperknoten. Statt Gummi verwende ich dünne monofile Schnur.

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