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Makrele in der historischen Literatur über Kiel

Eine persönliche Auskunft von Hans-Jürgen war sehr aufschlussreich. Hans-Jürgen hat in seiner Jugendzeit im Bereich der Holtenauer Schleusen Makrelen mit der Angel gefangen. Dann waren die Makrelen plötzlich vollkommen aus dem Bereich Kiel verschwunden. Nach 50 Jahren sind die Makrelen plötzlich wieder in Kiel sozusagen «aufgetaucht». Dankeschön für diese persönliche Information, Hans-Jürgen.

Ich habe mich auf die Suche nach historischer Literatur über Makrelen in Kiel gemacht. Dabei habe ich folgendes gefunden:

In dem Buch «Die Ostseefischerei» aus dem Jahr 1929 von dem Geh. Regierungs­rat Prof. Dr. H. Henking, General­sekretär des Deutschen See­fischer­vereins i.R. aus Berlin kann ich auf S. 24 lesen, dass im Jahre 1915 besonders viele Makrelen in der Kieler Bucht erschienen sind. In der Kieler Förde wurden in den Monaten August und September 15.000 Makrelen gefangen. In der Eckernförder Bucht wurden in diesen beiden Monaten 145.000 Makrelen gefangen.

Im allgemeinen beginnt die Fischerei auf Makrele Ende Juli. Die Hauptfangzeit ist der August. Meistens endet die Saison Mitte September. Die Makrelen weisen in unterschiedlichen Jahren teilweise erhebliche Bestandsunterschiede auf. Henking, aaO, S 24. Im Bereich Lübeck - Oldenburg fehlten die Makrelen im August 1926, Henking, aaO, S. 40. Die Makrelen waren im Jahr 1921 von Anfang Juni bis in den Oktober hinein in der Kieler Förde, Henking, aaO, S. 23.

Erfolgreicher als das Fischen mit Netzen war in den letzten Jahren das Angeln mit Naturködern an der Handangel. Damals waren zeitweise bis zu 200 Boote auf dem Wasser. Diese Boote waren mit 2 - 10 Personen, im Original heißt es «Mann», besetzt. Jede Person nutzte 2 - 3 Handangeln. Jede Person hat pro Tag etwa 5 - 50 kg Makrelen gefangen, Henking, aaO, S. 24.

Aus der abgedruckten Skizze ergibt sich, dass das Hauptfanggebiet der Makrelen in der Kieler Förde mit der Angel leider nicht am Ufer lag, sondern im tiefen Wasser etwa im Bereich Bülk, Strande, Henking, aaO, S.24.

Zum Fang der Makrelen wurde Besteck verwendet.

So erfolgreich die Methode des Fangs von Makrelen mit Besteck als Köder an der Handangel ist, sie versagt vollkommen, wenn die Makrelen «stümen». Dann kocht das Wasser, aber die Makrelen lassen sich dann leider nicht mit der Angel fangen!

Eine Bitte an die Leser dieser Seite, die Zugang zu historischer oder aktueller Literatur zum Thema stümen der Makrelen haben (z.B. Leseausweis einer Bio-Bibliothek, Geomar): Für mich ist die Suche nach Literatur zu dem Thema Makrelen sehr mühsam. Wer mir Literatur, historisch oder aktuelle Forschung (auch engl.), zum Thema benennen kann, den bitte ich um einen Eintrag ins Gästebuch. Falls es in der Wissenschaft eine andere Bezeichnung für das Stümen geben sollte, ich kenne den Begriff leider nicht, bitte ich um die Benennung des Begriffs. Jeder Tipp ist willkommen. Ein herzliches Dankeschön für einen (anonymen) Eintrag in das Gästebuch von dieser Stelle.

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