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So kam der Hering in den Nord-Ostsee-Kanal

Früher hatten wir einen Kaiser. Nach dem wurde der heutige Kiel Kanal benannt. Der Nord-Ostsee-Kanal wurde am 15. Juni 1895 mit dem Namen Kaiser-Wilhelm-Kanal eröffnet. Bekannt ist der Nord-Ostsee-Kanal auch für den Invest­itions­stau. Der wird im Jahr 2020 langsam abgebaut.

Andere Namen für den Nord-Ostsee-Kanal sind hier im Blog auch NOK, Kiel Kanal, Graben, Canale Grande.

Nur so nebenbei: Die Platanen auf dem Weg zum Tiessenkai stammen aus der Zeit. Sie waren ein Ge­schenk des japanischen Kaisers.

Zunächst befand sich im Kaiser-Wilhelm-Kanal Süss­wasser. Damit der Kanal im Winter nicht so schnell zu­frieren konnte, wurde die Schleuse von Brunsbüttel während der Ebbe in der Nordsee für einige Stunden offen gelassen und die Schleuse in Kiel Holtenau wurde geöffnet. Dadurch konnte Salzwasser in den Kanal einfließen. Der Vorgang wurde mehrfach wiederholt. So wurde das Wasser im Kanal immer salziger. Mit dem Ostsee­wasser aus der Kieler Förde kamen Heringe in den Kanal. Auch zum Laichen. Quelle: H. Henking, Die Ostseefischerei, S. 23.

Das Laichen der Heringe wird auch in dieser Heringssaison im Nord-Ostsee-Kanal (NOK) erfolgen. Und ich bin dabei :-)

Wer heute am Kanal nach Kiels Heringen angelt, hört ab und zu vom Ne­ben­mann:

«Jetzt sind die Schleusen auf. Mal sehen, ob Heringe mitgekommen sind.»

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