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Meerforelle 2017

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Meerforelle in Kiel • Ein Fangbericht

3. April: Bei uns in Kiel ist das Heringsfieber ausge­brochen. Auch bei mir. Heute war ein­händ­iges Her­ings­an­geln an­ge­sagt:

Eine Hand in der Tasche, eine Hand an der Angel.

2°C Luft. In unserem Kühlschrank haben wir 6°C. Draußen eisiger Wind aus O in ca. 3 bft. Auf dem Wasser hatte sich an der Kai-Kante eine Strömung gebildet, die sich weiter westlich verlangsamte.

Was war das denn? Da hat sich der Mittelsäger einen Fisch vor meinen Füssen ge­holt!

Weil keine Her­inge zu fangen waren, habe ich mich auf die Jagd nach einer Meer­forelle in Kiel be­geben.

Die Bedingungen da­für waren gut.

Ich habe einfach das Herings­vor­fach gegen einen Salty in 18g getauscht und bin ein paar Meter weiter ge­gan­gen:-)

Dort gab es die sicht­bare Ober­flächen­ström­ung, die über eine Abbruchkante zu tiefem Wasser führte. Ich kannte diese Stelle bereits sehr gut. «Wenn hier eine Meerforelle vorbeikommt, Hunger hat, aber keine Her­inge findet, nimmt sie be­stimmt meinen Salty.»

Was ich mir als Spinn­angler manch­mal so zu­recht­spinne? :-)

Ich angelte mich lang­sam in den Bereich des ruhigen Wassers. Den Köder kurbelte ich schräg mit der Ström­ung über die Kante vom tiefen ins flache, ruhige, glatte Wasser. Der Salty lief PRIMA. Dies konnte ich sehen. Nur nicht in den Wasser­pflan­zen im Ufer­be­reich hängen­blei­ben. Den Salty ein wenig anheben. Gut so. Wieso bildet sich da­durch eine starke Wellenbewegung?

Plötz­lich war mir heiß.

Da war eine Meerforelle kurz vor dem Biss abgedreht.

Ich habe die Gegend mit vielen Würfen und Ködern ab­ge­sucht. Es gab keinen Hin­weis auf die Anwesenheit des Fisches. Ich spürte die Kälte immer mehr. Sollte ich auf­ge­ben?

Ich war ge­schlagen und hungrig. Ich fror jäm­mer­lich.

So konnte ich keinen Fisch fangen. Ich habe mich auf den Rückweg begeben.

Nach dem Besuch des Baumarkts, dem Trinken einer frisch ge­kochten Tasse Kaffee und dem Anziehen der dritten Fleece­jacke war ich durchgewärmt nach einer Stunde wieder an der selben Stelle.

Ich hatte die Jagd nach Hering oder Meerforelle nämlich nur unterbrochen!

Ich wählte nun einen rot/schwarzen Snaps. Den Köder führte ich sehr lebhaft.

Ja, es klappte bei dem ersten Wurf. Vielleicht zwei Meter vor dem Ufer, in flachem Wasser, kam der Biss einer sehr agilen, kräftigen Meer­forelle.

Der Magen der Meerforelle war leer.

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