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Dorsche 2017

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Sandaal Pfann­kuchen • Tobias­pfann­kuchen

Sandaale kommen bei mir in der Gegend sehr häufig vor. Ich habe schon große Schwärme im flachen Wasser gesehen. Auf eine Idee bin ich bisher aller­dings nicht gekommen: Sandaale zu fangen und zu braten :-)
Original und Fälschungen. Gestrandeter Sandaal in Kiel
Original und Fälschungen. Gestrandeter Sandaal in Kiel

Dann fiel mir das «Heft» Fische aus der Schlei • Alte Kochrezepte und Schleigeschichten • Das Schleifisch - Kochbuch • in die Hände. Es ist «...liebevoll illustriert mit einzig­artigen Hand­zeichnungen, ergänzt durch historisches Fotomaterial...» Gesammelt und auf­ge­schrieben von Lieselotte Wiese.

In diesem Heft von sh:z das medienhaus habe ich auf Seite 77 wertvolle Informationen zum Sandaal ge­fun­den, die ich hier gerne weitergeben möchte.

Danach ist der Sandaal ein Fisch mit vielen Gräten, die beim Braten mürbe werden und deshalb mitgegessen werden können.

Das Rezept ist einfach: Die Sandaale werden ge­rein­igt. Der Kopf wird entfernt. Die gesalzenen und ge­pfeff­er­ten Sandaale werden in Roggenmehl ge­wen­det und dann in eine Pfanne gegeben, in der die Butter schon geschmolzen und heiß ist, die sich aber nicht mehr auf der Kochplatte befindet. Die Sandaale werden dicht aneinander in die Pfanne gelegt. Die Pfan­nen­fläche muss mit den Sandaalen vollständig bedeckt sein. Über die Sandaale werden klein ge­schnittene Zwiebeln gegeben. Dies wird bei schwa­cher Hitze ge­braten. Dadurch entsteht ein Pfann­kuchen.

Sobald die Unterseite des Pfannkuchens braun ge­worden ist, «...versucht man mit Hilfe eines Topf­deckels den „Kuchen” zu wenden...»

Das Wort «versucht» hat mir sehr gut gefallen :-)

Kartoffeln und ein grüner Salat oder Gurkensalat passen dazu.

So wird aus einem Futtertier der Meerforelle, aus dem Sandaal, ein Tobiaspfannkuchen.

Ich wüßte nicht, wie ich hier in Kiel an ausreichend Sandaale kommen könnte ...

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