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Meerforelle 2015

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Meerforellen müssen auch mal Mittag essen

«Meerforellen müssen auch mal Mittag essen» dachte ich bei mir. Schnell entschlossen lies ich Arbeit Arbeit sein, fuhr nach Hause, zog 'ne lange Unterhose an, schnappe die immer bereit liegenden Angelsachen und los gings. Ich wollte pünktlich um 12Hundert am Wasser sein. Ich hoffte, einer dieser Überspringer würde meinen Köder als Mittag­essen nehmen. So war jedenfalls mein Plan.

Ich wußte genau, wohin ich mußte. Es ist eine Ge­heim­stelle. Dort angekommen kam der Salty in 18g in weiß mit wenigen pinken Kreisen an die Schnur und dann schnell in das klare, ca. 6° warme Wasser. Ich war noch gar nicht richtig warm, da zuppelte gegen 12Hundertzehn irgend etwas sanft am Band.

Na klar habe ich vorsichtig «angeschlagen». Joh!!! FISCH!. Es kam zum Drill. Ich merkte sofort, dass es sich nicht um einen Grönländer handelte. Es war anders. Warum aber kein Sprung? Die Meer­forelle, ich konnte diesen großen Fisch jetzt sehen, aalte sich durchs Wasser. Schnur wurde hin und wieder von der Rolle gezogen. Aber nicht ernsthaft. Der Einzelhaken mit angedrücktem Widerhaken saß fest. Da konnte nichts mehr schiefgehen. Es sei denn, der erstmalig ver­wen­dete, aber sorgfältig gebundene Allbright Kno­ten zwischen der Fireline und der vorgeschalteten Stroft ® 0,22mm würde nicht halten. «Hoffentlich kriege ich DIE raus», dachte ich. «Das wäre 'ne PRIMA Sache zum Angeben über Weihnachten:-)».

Es war eine gut genährte Meerforelle, drei silbrige Schuppen fielen ab. Der Rücken war dunkel verfärbt. Ich konnte den Laichhaken deutlich erkennen. Der Fisch war ca. 60cm lang und wog vielleicht 3kg. Der größte Fisch, den ich BISHER je an der Ostsee ge­sehen habe und der größte Fisch, den ich BISHER selbst in meinem ganzen Leben gefangen habe, schwimmt wieder.

Ohne Orientierungsschwierigkeiten ist die Meer­forelle kraftvoll wegge­schwommen. - Zu ihrem nächsten Mittagsessen.

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